Smart Home – Smart Car – Smart City – Smart Country – Digitalisierung um jeden Preis?

In diesem Monat beschäftigt sich der Humanistische Treff Bremen mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Lebenswelt. Der technische Aspekt steht hierbei nicht im Vordergrund. Auch er drohende Verlust vieler Arbeitsplätze durch den Einzug der Digitalisierung im Rahmen von “Industrie 4.0” soll nur am Rande betrachtet werden.

Stattdessen werden die oben genannten “Smart – Welten” näher erläutert und ihre Folgen fĂĽr das gesellschaftliche Miteinander kritisch beleuchten:

  • ist die Smart – Welle  ein Baustein fĂĽr einen Ăśberwachungsstaat ?
  • ist die Austattung aller Lebensbereiche mit Elektronik ökologisch vertretbar?
  • ist die Smart – Welle ein Angriff auf unsere Grundrechte ?
  • ist es ein Menschenrecht, analog leben zu können?

Über diese und eine Reihe weiterer spannender Fragen möchten wir mit Euch in eine rege Diskussion kommen.

Wir treffen uns am 06.02.2019, wie immer, ab 19.30,
im Hotel Heldt in der Friedhofstr 41.

 

Diesen Beitrag teilen:

Gesetzentwurf zu § 219a: Ein fauler Kompromiss zur Verfestigung längst überholter Gesetzgebung

  • Aktivistin beim Aktionstag am 26. Januar 2019, bei dem bundesweit fĂĽr die ersatzlose Streichung von § 219a demonstriert wurde.
    Foto: Juliane Kremberg

 

Ungewollt Schwangere und die sie versorgenden Ärzt*innen benötigen weder staatliche Bürokratisierung noch zweifelhafte Studien zum seelischen Befinden nach Abbrüchen, sondern unterstützende Haltung und Maßnahmen des Staates zur Förderung des Selbstbestimmungsrechts im Rahmen der reproduktiven Gesundheit, so eine aktuelle Stellungnahme des HVD-Bundespräsidiums.

“Gesetzentwurf zu § 219a: Ein fauler Kompromiss zur Verfestigung längst ĂĽberholter Gesetzgebung” weiterlesen

Diesen Beitrag teilen:
  • Das Denkmal fĂĽr die ermordeten Juden Europas in der Berliner Innenstadt erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden.
    Foto: Francesco Tortoli (CC BY-NC-SA 2.0)Das Denkmal fĂĽr die ermordeten Juden Europas in der Berliner Innenstadt erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden.
»Heute vor 74 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Seit 1996 wird an diesem Tag in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und auch an diejenigen erinnert, die den Nazis Widerstand leisteten. In der heutigen Zeit, in der es kaum noch Menschen gibt, die damals lebten, erscheint es nötiger denn je, die Erinnerung an die Ungeheuerlichkeit wachzurufen, die zur Zeit des Nationalsozialismus millionenfach durch die deutsche Gesellschaft begangen wurden.

“Jede Debatte ĂĽber Erziehungsideale ist nichtig und gleichgĂĽltig diesem einen gegenĂĽber, daĂź Auschwitz nicht sich wiederhole” – dies schrieb Theodor W. Adorno Mitte der 60er Jahre in seinem Text Erziehung nach Auschwitz. Auch wir Humanist*innen mĂĽssen uns zwingend die Frage stellen, ob unsere Ideale verhindern könnten, dass wir zu Mitläufern in einer entmenschlichenden Gesellschaft werden. Es ist nötiger denn je, Aufmerksamkeit fĂĽr rassistische, rechtsextreme und menschenverachtende Tendenzen zu schaffen, die heute wieder Einzug in unsere Gesellschaft und die Politik halten – und wir mĂĽssen uns aktiv dagegen stellen.

Keinesfalls dĂĽrfen uns freie MeinungsäuĂźerung, berechtigte Kritik an Religionen oder unberechtigte Angst vor Fremden zu Hass oder Mitleidlosigkeit gegenĂĽber Menschengruppen fĂĽhren. Antifaschismus ist keine politische Strömung, sondern essentieller Teil unseres humanistischen Wertesystems. Es kann nicht sein, dass heute allen Ernstes in der deutschen Gesellschaft diskutiert wird, ob die Parole “Nazis raus” gesagt werden dĂĽrfe.

Im Nationalsozialismus wurde die jüdische Bevölkerung entmenschlicht, zum Sündenbock allen Übels gemacht und systematisch vernichtet. Und auch heute gibt es wieder Tendenzen (religiöse) Minderheiten zum Feindbild zu stilisieren. Geschichte wiederholt sich, sagt man. Aber diese Geschichte darf sich niemals wiederholen. Dafür müssen auch wir Humanist*innen einstehen.«

Diesen Beitrag teilen: